Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Studie'

Komasaufen bei Kindern und Jugendlichen geht zurück

Mittwoch, 30. November 2016 10:00

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu den Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen aufgrund von akutem Alkoholrausch, zeigen im dritten Jahr in Folge einen Rückgang: Im Jahr 2015 mussten weniger junge Menschen mit der Diagnose akuter Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt werden.

Bundesweit wurden 21.907 Fälle von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren registriert. Dies entspricht einem weiteren Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach einem starken Anstieg zwischen den Jahren 2000 und 2012 auf bis zu 26.673 Fälle, verfestigt sich der positive Trend bei den unter 20-Jährigen: Bei den 10- bis 14-Jährigen wurden 2.613 Fälle registriert, bei den 15- bis 17-Jährigen 12.428 Fälle und bei den 18- bis 19-Jährigen 6.866 Fälle.

Allkoholvergiftungen ist nicht nur ein Thema unter den Jugendlichen: Auch in der erwachsenen Bevölkerung ist das Phänomen weit verbreitet, insbesondere bei den 50- bis 54-Jährigen. Mit 12.329 Fällen ist diese Altersgruppe stark von Alkoholintoxikationen betroffen.

Quelle: BZgA-Newsletter Pressemitteilung vom 24.11.2016

 

Thema: Info, Studie | Kommentare (0) | Autor:

Zum Zusammenhang von Esstörungen und Sozialen Medien

Montag, 3. Oktober 2016 8:25

„Für viele Menschen haben soziale Netzwerke eine große Bedeutung gewonnen. Sie loggen sich regelmäßig bei Facebook, Twitter und anderen Medien ein, verbringen Stunden mit dem Lesen von Kommentaren und Betrachten hochgeladener Fotos. Möglicherweise bleibt der Konsum solcher Mitteilungen nicht ohne Folgen: Laut einer neuen Studie leiden junge Erwachsene häufiger unter Sorgen um ihre Ernährung und haben auch Probleme mit ihrem Selbstbild, wenn sie viel Zeit mit sozialen Medien verbringen.

Den Wissenschaftlern ist bereits länger bekannt, dass die traditionellen Medien wie Modezeitschriften und TV-Magazine Essstörungen und eine überkritische Selbstwahrnehmung fördern. Die Darstellung superdünner Models und attraktiver Prominenter verzerrt das Selbstbild in eine negative Richtung. Soziale Medien kombinieren jedoch die Verbreitung von Stereotypen mit der Möglichkeit, diese Bilder zu kommentieren und zu bewerten.

Die Forscher von der Universität in Pittsburgh, Schools of Health Sciences, haben für ihre Untersuchungen 1765 US-Bürger zwischen 19 und 32 Jahren über ihre Social-Media-Gewohnheiten befragt. In weiteren Fragebögen sollten die Teilnehmer Auskunft über ihr Essverhalten und damit verbundene Gefühle geben. Daraus schlossen die Autoren der Studie, welche Verbindung es zwischen problematischem Essverhalten und Social-Media-Konsum geben könnte. […]

Thema: Info, Studie | Kommentare (0) | Autor:

Fragebogen-Aktion zum Thema Sportwetten

Montag, 26. September 2016 12:23

Bis vor wenigen Jahren waren Sportwettangebote noch Nischenprodukte des Deutschen Lotto- und Toto-Blocks. Problematische/Pathologische Sportwetter stellten in Sucht- und Spielerberatungsstellen eher eine Ausnahmeerscheinung dar.

Heute bewegen sich die Umsätze der privaten Sportwettanbieter in Deutschland im Bereich zwischen 5 bis 6 Milliarden Euro jährlich.  Via Internet mutiert das Smartphone in der Hosentasche zum Wett-Terminal. Problematische/pathologische Sportwetter haben in Sucht- und Spielerberatungsstellen den „Exoten-Status“ längst verloren.

  • Welchen Stellenwert nehmen Sportwetten im gesellschaftlichen Bewusstsein ein?
  • Glücksspiel wird zu Recht in Spielhallen und Spielbanken verortet. Aber Sportwetten? Handelt es sich hierbei in der öffentlichen Wahrnehmung überhaupt um ein Glücksspiel?
  • Oder ist es möglich, durch vermeintliches sportliches Fachwissen die Erfolgsaussichten bei Sportwetten zu optimieren? „Mache dein sportliches Fachwissen zu Geld“ locken die Werbebotschaften diverser Wettanbieter. Zu Recht? Allein die Tatsache der Existenz von Sportwetten lassen Zweifel aufkommen, denn ein Produkt bei dem der Spieler Vorteile gegenüber dem Anbieter hat, dürfte auf dem Markt keine Chancen auf Bestand haben.

Ein Fragebogen „Sportliches Fachwissen und Sportwetten“ des Arbeitskreises  gegen Spielsucht e.V. soll Antworten auf diese Fragestellungen liefern. Die Mitglieder des Arbeitskreises freuen sich über einen möglichst hohen Rücklauf. Das Ausfüllen bedarf nur ca. 5 Minuten. Die Fragebogen-Aktion läuft bis zum 27.10.2016. Deren Auswertung finden Sie ab dem 10.12.2016 auf der Homepage des Arbeitskreises gegen Spielsucht e.V.

 

Thema: Info, Studie | Kommentare (0) | Autor:

Warum seh ich nicht so aus? Fernsehen im Kontext von Essstörungen

Montag, 5. September 2016 8:17

Die vom Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und ANAD e. V. herausgegebene Veröffentlichung  „Warum sehe ich nicht so aus? basiert auf einer von Maya Götz, Caroline Mendel und dem Bundesfachverband Essstörungen e. V. durchgeführten Studie und den wiedergegebenen Erfahrungen Betroffener. Kritisch beleuchtet werden unterschiedliche TV-Sendungen von GNTM (Germany’s next Topmodel) über „The biggest looser“ bis hin zum „Perfekten Dinner“. Die Veröffentlichung steht hier für Sie zum Download bereit.

Thema: Info, Studie | Kommentare (0) | Autor:

Neuer Sucht- und Drogenbericht veröffentlicht

Freitag, 10. Juni 2016 8:19

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler hat den neuen Sucht- und Drogenbericht vorgestellt. Demnach konsumierten 2015 nur noch 7,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen Nikotin. Auch das sogenannte Komasaufen unter Jugendlichen nimmt demzufolge ab. Allerdings mussten in noch rund 15.500 Fällen Kinder zwischen 10 und 17 Jahren wegen Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Schätzungen zufolge sterben in Deutschland jedes Jahr zwischen 42.000 und 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums oder des kombinierten Konsums von Alkohol und Tabak.

Medienabhängigkeit
Den Fokus legt der aktuelle Bericht auf die problematische Nutzung des Internets. So leben dem Bericht zufolge in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen, die das Internet unkontrolliert und suchtartig nutzen. Hinzu komme eine große Zahl gefährdeter User. Von den 14- bis 64-Jährigen sollen etwa 560.000 Menschen internetabhängig sein, das entspräche etwa einem Prozent dieser Gruppe. Bei den Frauen seien es den Analysen zufolge 0,8 Prozent, bei den Männern 1,2 Prozent. […]

Thema: Studie | Kommentare (0) | Autor: