Presseinfo: Querbeet – Gemeinsam mit Drogenabhängigen für ein schöneres Aachen

Querbeet_1Es bleibt länger hell, die Temperaturen steigen, die Vögel zwitschern – es ist unverkennbar, dass der Frühling da ist. Damit beginnen auch die Gartenarbeiten, und das nicht nur in den heimischen Gärten, sondern auch auf öffentlichen Plätzen. Dafür fühlen sich immer häufiger auch die kokain- und heroinabhängigen Menschen verantwortlich, die von der Suchthilfe Aachen am Kaiserplatz betreut werden. „Die Idee eines Gartenprojektes entstand in enger Zusammenarbeit mit den Besuchern unserer Einrichtung Troddwar. Sie waren trotz – oder wegen – ihrer Drogenabhängigkeit unzufrieden, wie sie in der Gesellschaft wahrgenommen werden“, erläutert Mark Krznaric die Entstehung des Projektes „Querbeet“. Gemeinsam begann man sich mit Schlagworten wie „Verantwortung“ und „Nachbarschaftspflege“ zu beschäftigen. Schnell entwickelte sich bei den Klienten der Wunsch, nicht nur innerhalb der Troddwar-Einrichtung mit Hilfsarbeiten zu unterstützen, sondern auch Arbeiten in direkter Umgebung zu übernehmen. Ihr Ziel war es, den Aachener Bürgern zu zeigen, dass Drogenkonsumenten in der Lage sind, schöne Dinge wie Blumenbeete zu gestalten sowie Plätze der Aachener Öffentlichkeit zu reinigen und sauber zu halten.

Gerade im Frühling fallen viele Aufgaben an, sodass täglich bei Querbeet bis zu drei Stunden gearbeitet werden kann. Unterstützt werden die Drogenabhängigen dabei von Björn Schum, Sozialarbeiter der Suchthilfe Aachen und Vitali Becker gelernter Gärtner. Regelmäßig arbeitet auch Flo mit. Er ist 33 Jahre alt und heroinabhängig. Nach jahrelanger Obdachlosigkeit wohnt er seit kurzem wieder in einer eigenen Wohnung. „Querbeet gibt mir die Chance, den Menschen zu zeigen, dass auch wir etwas drauf haben“, erklärt Flo seine Motivation. Sein Kumpel Jupp, 32 Jahre alt, ergänzt: „Es tut gut, wenn die Leute stehen bleiben und mich loben, wie schön das Blumenbeet geworden ist. Pro Stunde erhalten die Klienten 1,50 Euro für ihre Arbeit. „Dieses kleine „Honorar“ sowie die Pflanzen und Werkzeuge können wir dank großzügiger Spenden zahlen“, freut sich Björn Schum. Flo hat sein erstes Geld in einen Setzkasten investiert und züchtet nun Chilipflanzen auf der Fensterbank.

Mit der Aktivierung der Eigenverantwortung der Besucher wird so die Bereitschaft gefördert, regelmäßig an Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen teilzunehmen. Personen, die bisher nicht erreicht wurden, bietet sich die neue Perspektive einer sinnvollen Beschäftigung.

Spendenkonto:

Troddwar – Kontakt. Netzwerk. Niedrigschwellig.

Kaiserplatz 15-18, 52062 Aachen; Tel.: 0241/9809-103

Caritas Aachen, Sparkasse Aachen, IBAN: DE60 3905 0000 0000 0070 70, BIC: AACSDE33, Verwendungszweck „Querbeet“

www.glueck-spenden.de/projekte, www.suchthilfe-aachen.de, http://blog.suchthilfe-aachen.de

 

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Datum: Donnerstag, 6. April 2017 8:49
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