Computerspielsucht wird für eine steigende Zahl zum Problem

Einer Studie der DAK zufolge, die Ende 2016 veröffentlicht wurde, ist jeder zwölfte männliche Heranwachsende in Deutschland computerspielsüchtig. Demnach erfüllen 8,4% der Jungen und jungen Männer im Alter von zwölf bis 25 Jahren die von den Forschern benutzte Definition für eine Abhängigkeit. Der Anteil der betroffenen Mädchen und jungen Frauen ist mit 2,9% viel niedriger. 5,7% gelten als krankhaft betroffen.(Anmerkung: Offiziell ist Onlinesucht noch nicht als Krankheit anerkannt, weshalb es auch keine eindeutigen, allgemein gültigen Diagnosekriterien nach dem ICD gibt.)

Etwa jeder vierte Computer- oder Smartphone-Spieler ist an Wochentagen jeweils rund eine Stunde mit dem Computerspielen beschäftigt. 12% spielen vier Stunden oder mehr. An den Wochenenden liegen die Zeiten deutlich darüber. Krankhaft Betroffene verbringen in der Woche fast drei Stunden täglich, samstags und sonntags knapp vier Stunden mit dem Computerspielen. 

Vor allem bei den betroffenen Jungen und jungen Männern bringt die exzessive Mediennutzung zum Teil massive Probleme mit sich:

  • 6% haben ernsthafte Probleme mit Familie und Freunden.
  • 40% haben Streit wegen des Computerspielens mit den Eltern.
  • 13% können den Konsum entgegen des Rats anderer nicht senken.
  • 69% der 15-17-Jährigen vernachlässigen Menschen, die ihnen früher wichtig waren.
  • 34% verpassen aufgrund des Computerkonsums gemeinsame Mahlzeiten.

Für die DAK-Untersuchung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1531 Kinder und Jugendliche. An der Studie beteiligt war u.a. Suchtexperte Rainer Thomasius vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kinder- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

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Datum: Donnerstag, 19. Januar 2017 11:57
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