Alkoholpolitik in Baden-Württemberg

Die „Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wolhlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V.“ veröffentlichte in diesem Jahr eine Stellungnahme zur Alkoholpolitik in Baden-Württemberg. Dort ist in vielen Kommunen der Umgang mit Alkohol viel stärker reglementiert als in NRW. So gibt es zum Beispiel schon zeitliche Alkoholverkaufsverbote oder örtliche Alkoholverbote.

Auch in NRW – und hier bei uns in Aachen – wird überlegt, wie die Kommune oder das Land zum Beispiel in sogenannten „Partymeilen“ wie der Pontstraße eingreifen können. Denn hoher öffentlicher Alkoholkonsum bringt nicht selten auch vielfältige Probleme mit. So verkaufen Supermärkte in der Nähe der Pontstraße seit letztem Jahr nach 22 Uhr keinen hochprozentigen Alkohol mehr, wie man hier in einem Artikel der Aachener Zeitung nachlesen kann.

In der Stellungnahme aus Baden-Württemberg heißt es, dass solche ordnungspolitischen Maßnahmen allerdings nur im Zusammenhang mit suchtpräventiven Maßnahmen sinnvoll und wirksam seien. Dies bestätigen beispielsweise bisherige Erfahrungen aus Freiburg. Man rate davon ab, „die Jugend“ mit ihren Alkoholgelagen zu „verteufeln“ (wie es von vielen öffentlichen Medien so gerne getan wird), sondern sich vielmehr an alle Bürger zu richten.

Ich finde, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass auch hierzulande die Alkoholpolitik stark in der öffentlichen Diskussion vertreten ist, die Stellungnahme der Landesstelle für Suchtfragen unserer lieben (Fast-)Nachbarn sehr interessant und lesenwert!

Für Interessierte: Das zweiseitige Papier finden Sie hier.

 

(Text: Matthias Soppe)

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Datum: Mittwoch, 24. Oktober 2012 8:00
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