Aktionswoche: Vergessenen Kindern eine Stimme geben

Sonntag, 12. Februar 2017 10:45

Unter dem Motto „Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ findet vom 12. bis 18. Februar die deutschlandweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien statt. Daran beteiligt sich auch das Angebot „Feuervogel – Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern“ der Suchthilfe Aachen. Am Samstag, den 18. Februar machen die „Feuervögelchen“ dazu gemeinsam mit ihren Eltern und Mitarbeitern der Suchthilfe einen Ausflug in den „Öcher Bösch“. In Begleitung einer Waldpädagogin gilt es, die heimische Natur kennen zu lernen, einen Besuch im Landgasthaus zu genießen und zusammen eine schöne, unbeschwerte Zeit zu genießen. „Eine Erfahrung, die in Familien mit einem oder beiden suchtkranken Elternteilen nicht selbstverständlich ist“, weiß Marie Gurr, Mitarbeiterin der Suchthilfe Aachen. Ihr Kollege Matthias Soppe ergänzt: „Für Kinder aus Suchtfamilien sind Stabilität und Verbindlichkeit zwei wichtige Aspekte, die ihnen oft in ihren Familien fehlen. Das versuchen wir aufzufangen.“ [… weiterlesen]

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„Kiffen für alle?“-Eine Informationsveranstaltung zur aktuellen Cannabisdebatte

Freitag, 10. Februar 2017 17:10

Foto - Hans-Jürgen HallmannLogo_stark_statt_breitÜber den Einsatz von Cannabis als Medikament wird in den Medien aktuell häufig berichtet. Viele Fachleute vertreten die Meinung, dass das Verbot von Cannabis in Deutschland gescheitert ist und die aktuelle Gesetzgebung auf den Prüfstand gehört. Eine Neubewertung der am häufigsten genutzten illegalen Droge in Deutschland wird daher an vielen Stellen diskutiert. Wie beeinflusst diese öffentliche Diskussion das Konsumverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen?

Dr. Hans-Jürgen Hallmann, Landeskoordinator für Suchtvorbeugung und Vorstand der ginko Stiftung für Prävention, referiert am Donnerstag, 16. März 2017, von 19:00 – 21:00 Uhr, im Bürgersaal Aukloster, Austraße 7, 52156 Monschau

  • über den aktuellen Stand der Cannabisdebatte,
  • über die Auswirkungen auf die präventive Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen und
  • geht dabei auch auf historische Aspekte der heutigen Drogenpolitik ein.

Die Wirkung dieser gesellschaftlichen Diskussion auf die regionale Suchtvorbeugung sowie den Jugendschutz, Informationen zur aktuellen Gesetzgebung und Erfahrungen aus der Beratung und Behandlung von Konsumenten stehen im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion mit dem Publikum und weiteren Gästen von Beratungsstellen, Polizei, Gesundheitsamt und Jugendamt. [… weiterlesen]

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Hilfe bei Internetsucht

Donnerstag, 9. Februar 2017 10:44

Anlässlich des gestrigen Safer Internet Days ging die neue Webseite www.erstehilfe-internetsucht.de online. Erarbeitet wurde das neue Internetangebot von der Sektion für Suchtmedizin und Suchtforschung an der Universitätsklinik Tübingen im Rahmen des Projekts „Angebote bei internetbasiertem Suchtverhalten (AbiS)“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Herzzstück ist die Auflistung von bisher 950 deutschlandweiten Beratungs- und Behandlungsangeboten – die bisher umfassendste Online-Adressdatenbank . Betroffene und Angehörige erhalten darüber hinaus Hintergrundinformationen über Internetsucht. Und ein Blog bietet alle 14 Tage neuen Inhalt über aktuelle Entwicklungen in der Forschung sowie praktische Tipps.

 

 

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7. Februar: Safer-Internet-Day

Freitag, 3. Februar 2017 12:11

Am 07.02.2017 ist der Safer-Internet-Day. Anlässlich dieses Tages weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erneut auf die aktuellen Zahlen des Medienkonsums bei Kindern und Jugendlichen hin: „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015 zeigen, dass Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 12 und 25 Jahren durchschnittlich 22 Stunden pro Woche online sind, zum Kommunizieren, Spielen oder zur Unterhaltung, nicht im Zusammenhang mit Schule, Studium oder der Arbeit. Dabei spielt das Smartphone mit 77,1 Prozent als Zugangsweg ins Internet die größte Rolle. Die neuen Studiendaten belegen eine größere Zahl von computerspiel- oder internetbezogenen Störungen bei Jugendlichen als noch 2011. Demnach sind aktuell 7,1 Prozent der 12- bis 17-jährigen Mädchen und 4,5 Prozent der gleichaltrigen Jungen betroffen. (…) Online sein ist für Jugendliche wesentlicher Bestandteil ihrer Freizeitgestaltung. Dabei gibt es bei der Nutzung von Computerspielen und Internet besonders bei der jüngeren Altersgruppe zwischen 12 und 17 Jahren deutliche Geschlechtsunterschiede: so nutzen 84,3 Prozent der Mädchen täglich Soziale Netzwerke, gleichaltrige Jungen zu 77,2 Prozent. Dagegen spielen 36,2 Prozent der männlichen Jugendlichen täglich Computerspiele, bei den gleichaltrigen Mädchen sind dies nur 11,3 Prozent. Die Zahlen bestätigen, wie wichtig es ist, Jugendlichen die Risiken der exzessiven Nutzung von Internet, Smartphones und Computerspielen aufzuzeigen.“ [… weiterlesen]

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Deutlicher Anstieg bei Ess-Störungen

Montag, 30. Januar 2017 9:07

Laut einer aktuellen Hochrechnung der Barmer GEK leiden immer mehr Menschen in Deutschland unter Ess-Störungen, zu der auch Magersucht (Anorexie) und Ess-Brech-Sucht (Bulimie) gehören. So ist die Zahl der Betroffenen bundesweit von etwa 390.000 auf rund 440.000 zwischen den Jahren 2011 und 2015 (plus ca.13 Prozent) angestiegen.

Unter Magersucht litten im vergangenen Jahr bundesweit 9.627 Barmer GEK Versicherte und damit 14 Prozent mehr als noch im Jahr 2011 (8.442). Dabei hat es einen Anstieg der Fallzahlen in allen Bundesländern gegeben, vor allem aber in den Bundesländern, die noch relativ wenige Betroffene haben. Am höchsten war die Steigerungsrate in Brandenburg mit knapp 55 Prozent. Die meisten Barmer GEK Versicherten mit der Diagnose Magersucht hat es im Jahr 2015 in den bevölkerungsstarken Ländern Nordrhein-Westfalen (2.466) und Bayern (1.308) gegeben. „Den vermeintlich niedrigen Fallzahlen zum Trotz ist Magersucht gerade bei Frauen ein sehr ernst zu nehmendes Problem. Denn die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK. Stress, Leistungsdruck und falsche Vorbilder könnten dazu führen, dass Frauen magersüchtig würden.

 

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