Neuer Sucht- und Drogenbericht veröffentlicht

Freitag, 10. Juni 2016 8:19

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler hat den neuen Sucht- und Drogenbericht vorgestellt. Demnach konsumierten 2015 nur noch 7,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen Nikotin. Auch das sogenannte Komasaufen unter Jugendlichen nimmt demzufolge ab. Allerdings mussten in noch rund 15.500 Fällen Kinder zwischen 10 und 17 Jahren wegen Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Schätzungen zufolge sterben in Deutschland jedes Jahr zwischen 42.000 und 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums oder des kombinierten Konsums von Alkohol und Tabak.

Medienabhängigkeit
Den Fokus legt der aktuelle Bericht auf die problematische Nutzung des Internets. So leben dem Bericht zufolge in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen, die das Internet unkontrolliert und suchtartig nutzen. Hinzu komme eine große Zahl gefährdeter User. Von den 14- bis 64-Jährigen sollen etwa 560.000 Menschen internetabhängig sein, das entspräche etwa einem Prozent dieser Gruppe. Bei den Frauen seien es den Analysen zufolge 0,8 Prozent, bei den Männern 1,2 Prozent. [... weiterlesen]

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Presseinfo: Suchthilfe Aachen stellt Jahresbericht 2015 vor

Donnerstag, 9. Juni 2016 13:40

Das Jahr 2015 war für die Suchthilfe Aachen in Trägerschaft von Caritas und Diakonie geprägt davon, die gesamte Angebotspalette für Betroffene, deren Angehörigen sowie Multiplikatoren aufrecht zu erhalten – und das obwohl die öffentlichen Mittel auf dem Niveau von 2013 stagnieren, die anfallenden Kosten aber gleichzeitig gestiegen sind. „Uns ist es wichtig, dass suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen – wie Partner, Kinder oder Eltern – nicht unter diesen Entwicklungen leiden müssen. Ihnen muss schnell und professionell geholfen werden“, erklärt Gudrun Jelich, Leiterin der Suchthilfe Aachen. „Das uns dies in den nächsten Jahren weiterhin gut gelingt, wird eine große Herausforderung“, ergänzt ihr Kollege Kalle Wilms.

Beratungsbedarf unvermittelt hoch
Denn der Hilfebedarf zu den unterschiedlichsten Süchten ist weiterhin sehr hoch. Im letzten Jahr suchten 1386 Menschen mit einer Sucht- oder Drogenproblematik sowie 294 Bezugspersonen mindestens eine der differenzierten Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten auf. In der Suchtberatung, der Jugend- und Drogenberatung, der Einrichtung „Feuervogel – Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern“ sowie in der medizinischen Ambulanz am Kaiserplatz gab es 2517 verschiedene Betreuungsprozesse. [... weiterlesen]

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Rauschmittelkonsum im Jugendalter – Tipps für Eltern

Montag, 6. Juni 2016 8:49

Wenn es um den Rauschmittelkonsum ihrer Kinder geht, sind viele Eltern verunsichert: Was geschieht gerade mit meinem Kind? Was kann ich tun? Wie spreche ich das Thema an? Wo finde ich Hilfe?
Zur Unterstützung bei der Beantwortung dieser und anderer Fragen von Eltern hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) eine neue Broschüre herausgegeben. Die Broschüre entspricht dem Bedürfnis vieler Eltern, mehr zur Entstehung von Sucht, zu Rauschmitteln und Handlungsmöglichkeiten zu erfahren. Gleichzeitig werden Eltern ermutigt, Rat und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Lehrer, Schulsozialarbeiter, Berater etc. können sie nutzen, um auf Beratungsangebote für Eltern aufmerksam zu machen und ihnen eine frühzeitige und effektive Hilfestellung zu bieten.

Interessierte können hier die Broschüre einsehen und über unser Bestellformular kostenfrei – auch in größeren Stückzahlen – bestellen.

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Medienressonanz zum Weltnichtrauchertag

Donnerstag, 2. Juni 2016 16:50

IMG-20160531-WA0031Wir freuen uns sehr über die große Medienressonanz zum Weltnichtrauchertag. Wir hoffen, so nicht nur die mit unseren Botschaften erreicht zu haben, mit denen wir konkret an dem Tag gearbeitet haben, sondern auch die vielen Zuhörer vor dem Radio (berichtet haben der WDR und 100,5 – Das Hitradio) sowie die Leser der Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten. Auch “Am Abend”, die Zeitungs-App des Aachener Zeitungsverlags hat mit einem Video berichtet, das Sie hier einsehen könnten. Blicken Sie also den Kolleginnen – Tabea Sontag und Christine Ladwig – der Fachstelle für Suchtprävention der Suchthilfe Aachen über die Schultern ihrer Arbeit.

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Rauchfrei jetzt! zur Rauchentwöhnung bei Jugendlichen

Mittwoch, 1. Juni 2016 10:13

20160531_150656Anlässlich des Weltnichtrauchertages bot die Suchthilfe Aachen eine Fortbildung zum neuem Konzept “Rauchfrei jetzt!” der Landesinitiative Leben ohne Qualm (LoQ) an.  Interessierte Lehrer und Schulsozialarbeiter lernten hier eine Minimalintervention (entwickelt von Gerd Rakete) zur Rauchentwöhnung bei Jugendlichen kennen. Denn obwohl die Raucherquote unter Jugendlichen erfreulich gering ist, gibt es immer noch genügend, die rauchen – vorallem in der gymnasialen Oberstufe und in berufsbildenden Schulen.

Ziel des Programms ist es, möglichst allen rauchenenden Schülern einer Einrichtung ein sogenanntes Klärungsgespräch anzubieten. Innerhalb von 20 Minuten wird hier der Rauchstatus und die Veränderungsbereitschaft mit einem Interview abgefragt. Am Ende des Gesprächs steht eine deutliche Empfehlung, mit dem Rauchen aufzuhören (oder mindestens den Konsum zu reduzieren). Für Ausstiegsbereite steht dann “Rauchfrei jetzt!” zur Verfügung: Zwei weitere Gespräche und eine Auswertungssitzung zu je 20 Minuten unterstützen beim Veränderungsprozess Richtung rauchfreies Leben. [... weiterlesen]

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